6 Dimensionen um Deine Innovations­kultur zu stärken

„Was man nicht messen kann, kann man nicht managen“. Innovations­kultur ist schwer zu greifen, und noch schwerer systematisch zu erfassen und zu messen. Und doch ist es für nachhaltigen Geschäftserfolg durch Innovation unabdingbar, dass Innovationen in der Firma nicht nur gewollt werden, sondern vor allem auch erlaubt und gefördert werden.

Im St. Galler Innovations­kultur Navigator haben wir die wenig greifbare „Innovationskultur“ in sechs klar verständliche Dimensionen segmentiert. Keine der Dimensionen kann für sich alleine gesehen den Innovationserfolg bestimmen kann – stattdessen kommt es darauf an alle sechs Dimensionen zu kombinieren. Reine Motivation der Mitarbeiter für Innovation nützt wenig, wenn es keine agilen Formate für dich gibt diese Motivation umzusetzen, Inspiration mit neuen und ungewöhnlichen Eindrücken wird wenig nützliche Ideen produzieren, wenn keine Transparenz über die Firmensituation und Ziele herrscht. Im St. Galler Innovations­kultur Navigator haben wir zudem zu jeder Zutat elf Kulturpractices der Innovationschampions verzeichnet, die über ganz konkrete Routinen, Strukturen und Formate zeigen, wie diese Zutat im Alltag erfolgreich gestaltet werden kann.

„Was man nicht messen kann, kann man nicht managen“.

Die sechs Dimensionen des Innovations­kultur Navigators kommen unter dem Motto „AnIMATE your culture!“ zusammen, um erfolgreiche Innovations­kultur zu bilden. Entlang des AnIMATE kann man sich die Dimensionen einfach merken:

A
gile Umsetzung ermöglichen
Das A steht für die erste Zutat, Agilität. Innovationsführer zeichnen sich durch agile und anpassungsfähige Vorgehensweisen aus, wenn es um die Handhabung von innovativen Ideen und Projekten geht. Die in dieser Zutat enthaltenen elf Kulturpractices zielen deshalb vor allem darauf ab wie Unternehmen agil werden, beziehungsweise agil bleiben. Beispielsweise sollte die Innovationspipeline nicht durch zu viele Innovationsprojekte verstopft werden - ganz nach dem Ansatz „Kill Projects“.
n
I
nspirierend für Mitarbeiter mit hoher
Diversität an Perspektiven
Das I steht für die zweite Zutat, Inspiration. Sie sorgt dafür, dass Mitarbeitende aktiv ihren Horizont erweitern und neue Erkenntnisse gewinnen um neue Lösungsprinzipien anzuregen. Dazu gehören neben der passenden Arbeitsumgebung auch die richtigen Leute und Betätigungsfelder. Wie wäre es beispielsweise mit einem „Inspiration Kit“ für die Mitarbeiter?
Zutat Nummer drei ist das M für Motivation. Innovativ zu sein sollte Freude wecken, denn nichts ist natürlicher als schon als Kind Spass daran zu haben zu lernen und kreativ zu sein. Preise wie einen „Innovation Award“, oder einen „End of Project Award“ sind Möglichkeiten, die Mitarbeiter zu motivieren und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen. Will man Mitarbeitende aus dem Alltag lösen und für Innovation begeistern bietet sich die „Innovation Week“ an, in der sie an einer zuvor definierten Challenge arbeiten dürfen.
Eine gesunde Innovations­kultur führt zudem dazu, dass alle Mitarbeitenden am selben Strang ziehen, was der Kern von Zutat Nummer vier, A für Alignment, ist. Innovatives Verhalten sollte von allen Beteiligten verinnerlicht werden und damit auch eine handlungsweisende Wirkung entfalten. Dabei können durchaus auch Subkulturen und Communities entstehen. Kleine symbolische Zeichen wie T(eam) Shirts, sind dabei schon hilfreich.
Das T steht für Zutat Nummer fünf, Transparency. Mitarbeiter müssen wissen, welche Innovationsthemen gerade strategisch relevant sind. Zudem müssen innovationsbezogene Entscheide so kommuniziert werden, dass sie für den einzelnen Mitarbeiter nachvollziehbar sind. Probleme sollten nicht vertuscht, sondern aktiv angesprochen werden, denn auch die gehören zu einer Innovations­kultur dazu, genauso wie Misserfolge. Ein Ansatz kann daher auch sein, Misserfolge zu feiern.
Das E schliesslich steht für Empowerment, die letzte Zutat, die für eine erfolgreiche Innovations­kultur benötigt wird. Mitarbeiter brauchen Freiräume, um innovative Beiträge generieren zu können. Dies heisst Vertrauen muss ihnen entgegengebracht und die notwendige Autonomie zugestanden werden.

Und wie ist Deine Innovationskultur ausgeprägt? Finde es heraus bei unserem Selbstcheck im Vergleich mit einer ständig wachsenden Forschungsdatenbank.

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Wer steckt dahinter?

Oliver Gassmann

(Prof. Dr.) ist Professor für Innovationsmanagement und leitet das Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen.

Christoph H. Wecht

(Prof. Dr.) ist Professor für Management an der New Design University (NDU) in St. Pölten, zuvor in Industrie und Forschung.

Christoph Meister

(Dr. oec.) ist Geschäftsführer bei der BGW AG, zuvor mehrere Jahre als Corporate Innovation Manager in der Industrie.

Raphael Bömelburg

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, zuvor im Start-Up Bereich in Kalifornien.


Institut für Technologiemanagement - Universität St.Gallen

Das Institut für Technologiemanagement der Universität St. Gallen – neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis.


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BGW Management Advisory Group St.Gallen – Wien

Die BGW Management Advisory Group ist ein Spin-off des Instituts für Technologie­management der Universität St.Gallen.


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